Die PART©- Trainer*innen-Ausbildung

Die PART©- Trainer*innen-Ausbildung

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Datum/Zeit
17.10.2022 - 16.01.2023
9:00 - 17:00

Veranstaltungsort
Stadtteilzentrum Pluto

Kategorien


Unser Flyer:

Termine:
17.10.- 20.10.2022 (Präsenzblock)
02.11.2022 (Online- Schulung)
08.11.- 10.11.2022 (Präsenzblock)
16.01.2023 (Online- Schulung)
Tag 1 jeweils: 10:00 – 17:00
restliche Tage: 09:00 – 17:00

Informationen zur BGW-Förderung

DIE PART®-TRAINER*INNEN-AUSBILDUNG

Die Problematik von Übergriffen ist in vielen Institutionen, in denen Menschen betreut oder behandelt werden, bekannt. Diese stellt für die Mitarbeitenden eine besondere Herausforderung gewalttätigen Konflikten frühzeitig entgegenzuwirken, sich zu schützen und sich aggressiv verhaltenden Klient*innen würdevoll zu begegnen, dar.

Das PART®-Konzept, dessen Ursprünge aus den USA stammen, hat sich in diesen Situationen bewährt und ist in vielen Institutionen Standard. Es wird im deutschsprachigen Raum seit über 25 Jahren in Bereichen wie Jugendhilfe, Behindertenhilfe, Gesundheitswesen, Altenhilfe und öffentlicher Verwaltung eingesetzt.

Im PART®-Konzept geht es in grundlegender und umfassender Weise um die Prävention und Lösung gewalttätiger Konflikte im eigenen Arbeitsfeld – und damit um einen wesentlichen Aspekt der Arbeitssicherheit.

Dabei ist oberstes Ziel:
Die Persönlichkeitsrechte und die Würde der Klienten*innen zu achten und Sicherheit für alle Beteiligten herzustellen.

Die Multiplikatoren-Ausbildung qualifiziert die Teilnehmenden, PART®-Seminare in der eigenen Institution und Fallberatungen für die Kollegen*innen durchzuführen. Sie wird im „Blended Learning-Format“ durchgeführt, dauert neun Tage und findet in zwei Präsenzblöcken, einer halbtägigen Selbstlernphase und insgesamt eineinhalbtägigen Online-Schulungen statt. Informationseinheiten, Selbstreflexionsphasen, Kleingruppenarbeit und Körperübungen zu Beweglichkeit, Selbstschutz und weitergehenden Maßnahmen wechseln sich ab. Dabei werden nur solche Techniken gelehrt, die den Klienten keine Schmerzen zufügen und sie nicht körperlich schädigen!

Das PART®-Seminar ist kein Selbstverteidigungskurs!

ABLAUF

1. Teil Präsenzblock (4-tägige Veranstaltung – 34 UE) – Basisseminar mit vertiefenden Inhalten
2. Teil Online-Schulung (1-tägige Veranstaltung – 8 UE) – Rechtliche Rahmenbedingungen für körperliche Interventionen und Informationen zum Lernen mit Erwachsenen
3. Teil Selbstlernphase zur Vorbereitung der eigenen Abschlusspräsentation (ca. 3-4 Stunden)
4. Teil Präsenzblock (3-tägige Veranstaltung – 26 UE) – Abschlusspräsentation, Inhalte zur Tätigkeit und Rolle als Trainer*in Wiederholung körperliche Interventionen und der Implementierung,
5. Teil Online-Schulung (0,5-tägige Veranstaltung – 4 UE) – Unterstützung bei der Vorbereitung von Seminaren und der weiteren Implementierung

BASISSEMINAR MIT VERTIEFENDEN INHALTEN

1. Geschichte, Hintergrund und Voraussetzungen
• Wie entstand das PART®-Konzept und wie entwickelt es sich weiter?
• Auf welche ethische Haltung gründet es sich?
• Was sind die institutionellen Voraussetzungen?

2. Das Ziel meiner Arbeit
• Welches Verständnis haben wir in unserer Institution davon, wie sich unsere Klienten in Anspannungssituationen verhalten könnten, anstatt aggressiv und gewalttätig zu werden?
• Können wir die zugrundeliegenden Bedürfnisse der Klienten verstehen?

3. Professionalität und persönliches Auftreten
• Wie kam ich zu dieser Arbeit, was hält mich hier?
• Wie lautet mein Arbeitsauftrag?
• Wie sind meine Einstellungen gegenüber meinen Klienten?
• Wie beeinflussen meine Stimmungen mein Verhalten gegenüber den Klienten?

4. Vorbereitung auf die Arbeit mit aggressiven Klienten
• Bin ich umfassend darauf vorbereitet, mit Menschen zu arbeiten, die manchmal bedrohlich, aggressiv oder gewalttätig werden können?
a) Kleidung: Bin ich mir bewusst, wie ich gekleidet bin und wie sich dies auf meine Reaktionsfähigkeit in einem Notfall auswirkt?
Bin ich mir bewusst, welchen Einfluss meine Kleidung auf meine Klienten hat?
b) Beweglichkeit: Bin ich mir meiner körperlichen Fähigkeiten und Grenzen bewusst? Habe ich dies meinen Teammitgliedern mitgeteilt?
c) Vorausschauende Vorsichtsmaßnahmen: Habe ich genug Informationen über die Klienten, ihre Problematiken, ihre Ressourcen und ihre derzeitige Verfassung?
d) Beobachtung: Kann ich mich in meiner Umgebung sicher bewegen?
Habe ich eine gut entwickelte Beobachtungsstrategie für kritische Situationen?
e) Selbstkontrolle: Habe ich einen effektiven Selbstkontrollplan?

5. Auslöser von Aggression und Gewalt
• Kann ich mögliche Auslöser für Aggression und Gewalt feststellen und Alternativen anbieten?

6. Der Handlungsrahmen Krisenintervention
• Kann ich den Grad der Gefahr feststellen und welche Interventionen sind angemessen?

7. Krisenkommunikation
• Wenn ich auf eine Person reagiere, die mit körperlicher Gewalt droht, wie kann ich durch verbale und nonverbale Krisenkommunikation zur Deeskalation beitragen?

8. Selbstschutzmaßnahmen
• Wenn aus einfacher Aggression/Grenzüberschreitung ein körperlicher Angriff wird, können wir Verletzungen dadurch vermeiden, dass wir ausweichen, Angriffe abwehren, uns aus Festhaltegriffen befreien und fliehen?

9. Weitergehende Maßnahmen
• Könnte jemand ernsthaft verletzt werden, wenn wir jetzt nicht weitergehende Maßnahmen durchführen?
• Haben wir genügend ausgebildete Mitarbeitende, um die gewählte Maßnahme auf sichere Art durchzuführen?

10. Nachbereitung
• Schriftliche Dokumentation: Geben meine Berichte den aggressiven Vorfall und die angewandten oder versuchten Interventionen genau wieder?
• Nachbesprechung im Team: Welche Folgerungen ziehen wir aus dem Vorfall für den oder die betroffenen Mitarbeitenden, das Team, die Institution, den fachlichen Handlungsplan und den Umgang mit dem Klienten?
• Nachbesprechung mit dem Klienten: Wie können aufgrund der Auswertung des Vorfalls künftige Krisensituationen frühzeitig erkannt und beeinflusst werden?
Welche Schritte können unternommen werden, um zukünftig gewalttätige Vorfälle zu minimieren? Wie kann der Klient daran mitwirken?
Welche Sanktionen sind ggf. sinnvoll und nötig?
• Mitarbeiterfürsorge: Benötigen Mitarbeitende wegen starker emotionaler Betroffenheit weitergehende Hilfen?

INFORMATIONEN ZUR TÄTIGKEIT UND ROLLE ALS TRAINER*IN

Kapitel 11 Evaluation
• Welche Verhaltensstandards gibt es für Mitarbeitende und wie werden einzelne Kriseninterventionen bewertet?

Kapitel 12 Planung und Durchführung eines PART®-Seminars
• Welches sind die Grundlagen für die Planung und Durchführung eines PART®-Seminars?
• Was sind die Prinzipien für das Lernen als Erwachsener?
• Welches sind die Ziele und die Details bei der Planung eines Basisseminars?
•Einbindung des PART®-Konzepts in das Qualitätsmanagement

Weitere Inhalte:
• Rechtliche Rahmenbedingungen für körperliche Interventionen
• Abschlusspräsentation der Teilnehmenden

Unterstützung nach Abschluss der Ausbildung für Trainer*innen:
• Kostenlose telefonische Unterstützung bei inhaltlichen Fragen
• Optionale kostenlose quartalsweise Vertiefung körperliche Interventionen
• Optionale kostenpflichtige Lieferung benötigter Seminarmaterialien
• Optionale kostenpflichtige Unterstützung zu Beginn der eigenen Seminartätigkeit
• Alle drei Jahre Auffrischungsseminare für Trainer*innen zum Erhalt des Zertifikats

Rahmenbedingungen:
Jede Ausbildung umfasst das Basisseminar mit vertiefenden Inhalten, Informationen zu den rechtlichen Rahmenbedingungen beim Einsatz von körperlichen Interventionen, Inhalte zur Tätigkeit und Rolle als Trainer*in und eine zeitversetzte Unterstützung bei der Vorbereitung von Seminaren und der weiteren Implementierung, einschließlich der Handbücher, des Trainer*in-Zertifikats, einer Foto- und Videodokumentation der praktischen Übungen sowie weitere Materialien.

Das Trainer*innen-Zertifikat berechtigt dazu, institutionell angepasste PART®-Seminare sowie kollegiale Fallberatungen in der eigenen Institution durchzuführen, das Handbuch für die Teilnehmenden für diese Zwecke zu vervielfältigen und die Seminarteilnahme zu bescheinigen. Eine Seminartätigkeit mit dem Konzept außerhalb der Einrichtung ist nicht erlaubt.

Das Zertifikat wird nur nach vollständiger Teilnahme an den ersten vier Teilen der Ausbildung, einer erfolgreichen Abschlusspräsentation und nach Unterschrift der Verpflichtungserklärung zur Durchführung eigener Seminare, der Aufrechterhaltung des Zertifikats und der Anerkennung der Kernwerte des PART®-Konzeptes „Würde und Sicherheit“ sowie einer respektvollen Haltung den Teilnehmenden und dem Konzept gegenüber erteilt.

 

Ihre ReferentInnen

Ilona Hofmann
PART®-Trainerin,
Ausbilderlizenz
Diplom-Sozialpädagogin (FH)

Kai Gold
PART®-Trainer,
erweiterte Lizenz
Krankenpfleger

Dr. Imke Wulfmeyer
Rechtsanwältin
Mediatorin (BAFM/ BM)
Ausbilderin Mediation

 

Seminargebühr: 2725,00 Euro (inklusive Mittagsverpflegung und Snacks)
Die Trainerausbildung kann für bei der BGW versicherte Betriebe unter bestimmten Voraussetzungen mit bis zu 1000 Euro bezuschusst werden. Bitte fragen Sie uns nach Informationsmaterial.

Zertifikat
Nach der vollständigen Teilnahme an allen Seminartagen erhalten die Teilnehmenden das PART®-Inhousetrainer-Zertifikat. Dieses berechtigt dazu, PART®-Basisseminare und PART®-Auffrischungsseminare, sowie Fallberatungen in der eigenen Institution durchzuführen.
Die genauen Rahmenbedingungen für das Tätigwerden als PART-Inhousetrainer sind in dem Trainervertrag enthalten, der am Seminarende unterschrieben werden muss. Weitere Informationen finden Sie unter www.parttraining.de

Der Preis (2725,00 Euro) versteht sich ohne Mehrwertsteuer. Als gGmbH sind wir nach Erhalt der Befreiung nach § 4 Nr. 21 a) bb) Umsatzsteuergesetz von der Umsatzsteuer befreit.

 


Buchung

€2.725,00

Teilnehmer*in 1

Rechnungsadresse:

Institution / Arbeitgeber


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