Fachtagung – Trauma, Gewalt und Suizidalität

Fachtagung – Trauma, Gewalt und Suizidalität

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Datum/Zeit
28.11.2019
9:30 - 17:00

Veranstaltungsort
Gemeindezentrum Regenkamp

Kategorien


Unser Flyer:

Trauma, Gewalt und Suizidalität
Der hilfreiche Umgang mit den Betroffenen

Referenten:
Dr. Philipp Horn, Anke Pfeffermann, Stefan Waschlewski, Jan Malberger

Programm: siehe Flyer

Inhalt:
Traumata können sich sehr unterschiedlich darstellen. Betroffene können Reaktionen wie Angst, Depressionen und Erstarrung zeigen, aber auch Unruhezustände, Reizbarkeit und schwere aggressive Ausbrüche. Nicht selten werden Traumastörungen bei Kindern und Erwachsenen als Depression, Psychose, Persönlichkeitsstörung oder Entwicklungsstörung falsch eingeschätzt oder gar übersehen. Dies erhöht das Risiko von sekundären Suchterkrankungen, Chronifizierungen, sozialer Isolation oder suizidale Handlungen. Insbesondere in Fällen von schweren oder chronischen Traumatisierungen können Neigungen entstehen, schädliche Beziehungskonstellationen oder -muster immer wieder herzustellen, was zu Retraumaisierungen auf Seiten der Betroffenen und sekundären Traumatisierungen auf Seiten der Helfer führen kann. Ein professioneller und fachkundiger Umgang mit den betroffenen Kindern und Erwachsenen ist unerlässlich, wenn ungünstige Verläufe vermieden werden sollen. Diese Fachtagung bietet Ihnen eine Fülle an Praxisvorschlägen zum Umgang mit Betroffenen. Beispielsweise erfahren Sie wie Somatic experience als psychophysiologische Methode zur Traumabehandlung genutzt werden kann. Peter Levine entwickelte diese Methode in den 30er Jahren und verfeinerte sie stetig. Sie erfahren alltagstaugliche Hilfestellungen, die Sie in jedem Berufsfeld nutzen können. Gerade bei schwerwiegenden Erfahrungen wie sexuell übergriffiges Verhalten von Kindern und Jugendlichen gilt es, die Ursachen und Entstehungsbedingungen zu betrachten. Monokausale Zusammenhänge greifen zu kurz und helfen nicht dabei, differenzierte Zusammenhänge zu verstehen. So leben trauma- tisierte Kinder und Jugendliche oftmals mit Täter- introjekten, welche einen wichtigen Anteil für die Entwicklung sexuell übergriffigen Verhaltens dar- stellen. Zudem gilt es, das gesamte (Familien- und Helfer-) System in den Blick zu nehmen, um die Betroffenen angemessen und zielführend zu unterstützen. Marte Meo als videogestütze Methode, kann gewinnbringend genutzt werden, wenn Kinder und Jugendliche unter Traumatisierungen leiden. Der Respekt vor der Würde des Gegenübers ist das Fundament der Arbeit. Videobilder zeigen eine persönliche Situation der KlientInnen, nichts wird revidiert, hinzugefügt oder verändert. Eine neue Bedeutungsgebung des Verhaltens ist heilsam.


Buchung

€85,00

Teilnehmer 1

Rechnungsadresse:

Institution / Arbeitgeber


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