Freiheitsentziehende Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen

Freiheitsentziehende Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen

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Datum/Zeit
07.09.2020
10:00 - 14:00

Veranstaltungsort
Saal Kinderheim Herne

Kategorien


Unser Flyer:

1631b BGB
Freiheitsentziehende Unterbringung und freiheitsentziehende Maßnahmen
Erziehung und Freiheitsgrundrechte im  pädagogischen Betreuungsalltag 

  • Festhalten als Mittel zur Erziehung? Und was können die Konsequenzen sein?
  • Wie verhalte ich mich rechtlich gesetzeskonform?

In Einrichtungen und Institutionen wie der Kinder- und Jugendhilfe, der Behindertenhilfe und sonstigen Einrichtungen (z.B. Kitas und Schulen) lassen sich freiheitsentziehende Maßnahmen leider nicht immer vermeiden.  Dazu können gehören Festhalten, Sedieren, Bettgitter oder  Time-Out-Räume, etc.  Manchmal müssen diese bei Kindern und Jugendlichen eingesetzt werden, wenn die Gefahr besteht, dass sie sich selbst oder andere verletzen. Der §1631b BGB Freiheits-entziehende Unterbringung und freiheits-entziehende Maßnahmen besagt:
(1) Eine Unterbringung des Kindes, die mit Freiheitsentziehung verbunden ist, bedarf der Genehmigung des Familiengerichts. Die Unterbringung ist zulässig, solange sie zum Wohl des Kindes, insbesondere zur Abwendung einer erheblichen Selbst- oder Fremdgefährdung, erforderlich ist und der Gefahr nicht auf andere Weise, auch nicht durch andere öffentliche Hilfen, begegnet werden kann. Ohne die Genehmigung ist die Unterbringung nur zulässig, wenn mit dem Aufschub Gefahr verbunden ist; die Geneh-migung ist unverzüglich nachzuholen.
(2) Die Genehmigung des Familiengerichts ist auch erforderlich, wenn dem Kind, das sich in einem Krankenhaus, einem Heim oder einer sonstigen Einrichtung aufhält, durch mechanische Vorrichtungen, Medikamente oder auf andere Weise über einen längeren Zeitraum oder regelmäßig in nicht altersgerechter Weise die Freiheit entzogen werden soll.

Dieses Seminar klärt Sie über die rechtlichen Aspekte auf, damit Sie mehr Sicherheit in der Planung und Durchführung freiheitsbeschränkender und freiheitsbegrenzender Maßnahmen erhalten.

Ihr Seminar:

Dieses eintägige Seminar klärt Sie auf

  • über Problemanalyse und Ziel des Gesetzgebers
  • wie freiheitsentziehende Maßnahmen aussehen
  • über Freiheitsentziehende Maßnahmen als Notwehr oder Nothilfe oder Entschuldigender Notstand als Handlungsoptionen

Konkrete Fallbeispiele dienen zur Versachlichung des Themas, um Grundlagen ihres Handelns zu verdeutlichen, auf denen Sie in Krisensituationen mit Kindern und Jugendlichen die Entscheidung über Ihre weitere Vorgehensweise im Einzelfall sicher treffen können.

Teilnehmerkreis:
Für pädagogische Führungskräfte und MitarbeiterInnen aus jeglichen Institutionen und Einrichtungen für Kinder und Jugendliche sowie Interessierte.

Ihre Referent:
Roman von Alvensleben

  • Rechtsanwalt und Fachanwalt für Strafrecht
  • 1986 Studium der Rechtswissenschaften an der Georg-August Universität Goettingen und der Leibniz Universität Hannover
  • Seit 2000 besitzt er eine Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Seit 2005 besitzt er die Zulassung zum Fachanwalt für Strafrecht.
  • Vertretungsberechtigung für alle Land- und Oberlandesgerichte
  • Bücher: w.w.wahnsinn – eine Expedition in die virtuelle Welt der Chats
  • Seit 2013 ist er bei dem regionalen Radiosender Radio Aktiv Moderator der Sendung „Rechtsgebiete“

 

 


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